25 Jahre SLB und 95 Jahre Landesbibliothek

Die Stadt- und Landesbibliothek (SLB) im Bildungsforum Potsdam hat Grund zum Feiern: Mit einer öffentlichen Festveranstaltung am Freitag, 10. November 2017, und einem besonderen Familientag am Samstag, 11. November 2017, wird das doppelte Jubiläum 25 Jahre Stadt- und Landesbibliothek und 95 Jahre Landesbibliothek gefeiert. Die heutige SLB ist im November 1992 hervorgegangen aus der damaligen WAB, der Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek des Bezirkes Potsdam, und vereint eine große öffentliche Stadtbibliothek mit der bereits seit 1922 bestehenden brandenburgischen Landesbibliothek. Die Bibliothek im Herzen der Stadt mit einem inzwischen sanierten, modernen Gebäude gehört als größter Partner zum Bildungsforum Potsdam, zusammen mit der Volkshochschule (VHS) und der Wissenschaftsetage (WIS).

Am 2. November 1992 wurde die „Vereinbarung zwischen dem Land Brandenburg und der Stadt Potsdam über den Betrieb der Stadt- und Landesbibliothek “ unterzeichnet. „Diese Fusion war begleitet von einem zähen Ringen während der eineinhalbjährigen Diskussion- und Vorbereitungsphase, überzeugte jedoch durch Synergieeffekte und Wirtschaftlichkeit“, sagt Hinrich Enderlein, damalige Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur. „Mit diesem Modell haben wir bundesweit Neuland betreten. Eine Stadt- und Landesbibliothek zu koppeln, war nicht üblich, in diesem Fall aber sehr sinnvoll und historisch begründet“, ergänzt die damalige Gründungsdirektorin Gabriele Fischer.

Die historischen Wurzeln der Bibliothek und die in Teilen schon vorher wahrgenommenen landesbibliothekarischen Aufgaben waren wichtige Anknüpfungspunkte für das nunmehr erweiterte Aufgabenspektrum der Bibliothek. Das verdeutlicht ein kurzer Blick in die Geschichte: Die Brandenburgische Landesbibliothek wurde 1922 als „Wissenschaftliche Zentralbücherei der Provinzialverwaltung Brandenburg“ gegründet. Ihr Standort befand sich zunächst in Berlin. Die Landesbücherei sammelte von Beginn an das landeskundliche Schrifttum der Mark Brandenburg – das heute Bestandteil der Sammlung Brandenburgica der SLB ist. 1939 wurden Teile der Landesbücherei nach Potsdam verlegt. 1968 fusionierten die 1948 gegründete Brandenburgische Landes- und Hochschulbibliothek mit der Stadt- und Bezirksbibliothek Potsdam zur Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek, die 1974 das eigens dafür errichtete Gebäude am Platz der Einheit bezog.

Im letzten Vierteljahrhundert hat sich vieles verändert. Zu nennen wären zum Beispiel Personalreduzierungen, die Gebäudesanierung und die rasante digitale Entwicklung. Doch das Bibliotheksmodell hat sich bis heute bewährt, sowohl in Bezug auf eine effektive Arbeitsorganisation, als auch in punkto Kundenfreundlichkeit. „Den Nutzern steht das gesamte Angebotsspektrum unter einem Dach zur Verfügung, so zum Beispiel auch die Schätze aus der regionalkundlichen Sammlung Brandenburgica, mit deren Hilfe schon so manches wissenschaftliche Werk entstand und auch Schüleranfragen beantwortet werden konnten“, sagt Marion Mattekat, Direktorin der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam.

Die Feierlichkeiten werden am Freitag, 10. November um 18 Uhr mit einer Talkrunde mit Oberbürgermeister Jann Jakobs sowie wichtigen Wegbegleitern der Bibliothek eröffnet. Neben dem Abteilungsleiter im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Carsten Feller, kommen einstige politisch Verantwortliche, Kooperationspartner und Bibliotheksnutzer zu Wort. Als Moderator konnte Sven Oswald von radioeins vom RBB gewonnen werden. Das Improtheater Potsdam fühlt der Bibliothek auf heitere, improvisierte Weise szenisch auf den „Zahn“ und musikalisch geben Karsten Intrau und Melanie Barth ein musikalisches Geburtstagsständchen. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Am Samstag, 11. November 2017, wird mit einem Programm für die ganze Familie von 10 bis 16 Uhr vor allem die Landesbibliothek in den Fokus gerückt. Unter dem Motto „Brandenburg: Historisch – Digital – Unterhaltsam“ können die Besucher unter anderem mit Sonderführungen Einblicke in die „Schatzkammer“, das Magazin der Bibliothek, erhalten, Lesungen in der Kinderwelt, im Veranstaltungssaal und im Gottfried-Benn-Raum besuchen und Buchpreise am Glücksrad gewinnen. Hier wird um Anmeldungen unter Tel. 0331 289-6600 oder unter slb@bibliothek.potsdam.de gebeten.

Das Programm am Samstag, 11. November 2017

Magazinführungen „Aus unserer Schatzkammer“:
10:30 / 12:30 / 14:30 Uhr Einblicke in das Magazin mit ausgewählten Raritäten aus dem historischen Altbestand

Kinderlesungen:
11:00 Uhr und 15:00 Uhr: Autorin Christine Pohl stellt ihr Potsdam-Buch „Moppel und Mücke“ vor

Saal-Veranstaltung:
11:00 Uhr Lesung „Till Eulenspiegel zieht durch die Mark. Schelmengeschichten aus Brandenburg“ – mit Heiko Hesse

Buchvorstellung:
14:30 Uhr: „Aus der alten Geschichte der Mark Brandenburg : Ritter Sloteko und seine Reisen mit dem askanischen Hof“ von Marianna von Klinski-Wetzel

Digital:
15:00 Uhr: Die lokale Postkartensammlung der Bibliothek vorgestellt (Leseraum Brandenburgica im OG)

Außerdem: Glücksrad-Aktion mit dem Förderverein Potsdamer Bibliotheks-gesellschaft e.V.
Alle Neukunden erhalten an beiden Tagen eine kostenlose Monatskarte zum Schnuppern. Diejenigen unter den neuen Anmeldern, die am 10. oder 11. November Geburtstag haben, erhalten sogar eine kostenlose Jahresmitgliedschaft.

Weitere Informationen unter www.bibliothek.potsdam.de

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