"Kommunismus – Utopie und Wirklichkeit": VHS präsentiert Ausstellung und Vortrag zur Themenwoche

Um den Aufstieg und Niedergang kommunistischer Bewegungen geht es in der neuen Ausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter", die ab dem 7. November 2017 in den Räumen der Volkshochschule (VHS) im Bildungsforum Potsdam zu sehen ist. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung findet am Montag, 6. November 2017, um 16.30 Uhr statt. Der in Potsdam lebende Historiker Johannes Leicht wird Interessierten am Eröffnungstag eine Einführung in das Thema geben.

Die Texte für die Ausstellung schrieb der Publizist und Buchautor Gerd Koenen. Herausgeber sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum, die den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution zum Anlass für die Schau genommen haben. Sie umfasst mehr als 200 zeithistorische Fotos und Dokumente. QR-Codes auf den Ausstellungstafeln ermöglichen das schnelle Auffinden passender Filmdokumente per Smartphone im Internet.

Die Ausstellung regt zur Auseinandersetzung mit dem Kommunismus und dessen Diktaturen an, die das 20. Jahrhundert weltweit geprägt haben und nach Auffassung der Ausstellungsmacher in der historischen Bildungsarbeit zu wenig Aufmerksamkeit finden. Über die kommunistischen Bewegungen heißt es in der Ausstellungsbeschreibung: "Diese waren im 20. Jahrhundert dazu angetreten, nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen grundlegend zu verändern. Ihr totalitärer Anspruch mobilisierte rund um den Globus Millionen und entwickelte sich zum Albtraum von Abermillionen, die Opfer kommunistischer Gewaltregimes wurden."

Die Ausstellung wird bis Ende Januar 2018 zu den Öffnungszeiten in der Volkshochschule (VHS) im Bildungsforum Potsdam zu sehen sein.
Für alle historisch Interessierten ist der Vortrag "Potsdam-Minsk: zwei Städte, zwei Restaurants und die deutsch-sowjetische Freundschaft" des Potsdamer Historikers Thomas Wernicke reizvoll. Er wird am Dienstag, 7. November 2017, ab 18 Uhr im Kutschstall am Neuen Markt die Beziehung der beiden Städte Potsdam und Minsk beleuchten. Beide Städte waren nie eine Partnerschaft eingegangen, hatten aber dennoch eine Beziehung zueinander. Abzulesen ist dies noch heute an der Ruine des Ende der 1990er Jahre geschlossenen Terrassenrestaurants "Minsk" am Potsdamer Brauhausberg. Als das Restaurant 1971 eröffnet wurde, hatte es bereits einen "Bruder" in Minsk. Wer mehr darüber erfahren will, sollte die Veranstaltung der VHS besuchen, die in Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte/Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte entstanden ist.

Der Vortrag kostet 5 Euro Eintritt, eine Anmeldung ist unter susanne.herrmann@rathaus.potsdam.de möglich.

Mit beiden Veranstaltungen reiht sich die Volkshochschule in die am 6. November 2017 beginnende Themenwoche des Bildungsforums Potsdam unter dem Motto "Kommunismus – Utopie und Wirklichkeit: Wie wollen wir zusammenleben?" ein. Auf dem Programm stehen Vorträge, Lesungen, Schülerakademien und Podiumsdiskussionen. Passend dazu präsentiert die Stadt- und Landesbibliothek (SLB) im Bildungsforum Potsdam vom 6. bis zum 11. November 2017 eine Vielzahl von (ausleihbaren) Medien rund um die Themen "Leben im Zeitalter des Kommunismus", "Diktaturen gestern und heute" und "Zukunftsutopien". Zu finden sind sie auf einer Themeninsel.

Quelle der Information: potsdam.de

Weitere Informationen zur Themenwoche "Kommunismus – Utopie und Wirklichkeit: Wie wollen wir zusammenleben?"

Weitere Informationen zur Stadt- und Landesbibliothek (SLB) im Bildungsforum Potsdam: www.bibliothek.potsdam.de

Weitere Informationen zur Volkshochschule (VHS) im Bildungsforum Potsdam: vhs.potsdam.de

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