Themenwoche: Kommunismus – Utopie und Wirklichkeit: Wie wollen wir zusammenleben?

06. Nov. 2017 - 09:00 Uhr bis 22. Nov. 2017 - 20:30 Uhr

Kommunismus – Utopie und Wirklichkeit: Wie wollen wir zusammenleben? (©willma... photocase.de)

Kommunismus – Utopie und Wirklichkeit: Wie wollen wir zusammenleben? lautet die Themenwoche vom 6. bis 22. November 2017 im Bildungsforum Potsdam

Gesellschaftliche Systeme unterliegen der Veränderung. Zwei deutsche Staaten sind in den letzten Jahren zusammen gewachsen. Kommunistische und kapitalistische Systeme konkurrieren miteinander. Begleiten Sie uns im Bildungsforum auf einer Reise zu den Folgen des Kommunismus: Rudi Meisel zeigt in seiner Fotoausstellung "Landsleute 1977 - 1987" Bilder, bei denen die Frage, ob es sich um "Ost" oder "West" handelt, erst in zweiter Linie wichtig wird. Gerd Koenen widmet sich in seiner Ausstellung dem „Kommunismus in seinem Zeitalter“. Vorträge, Lesungen, Schülerakademien und Podiumsdiskussionen beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.

Die Themenwoche wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Programm der Themenwoche:

6. bis 11. November 2017
Themeninsel

Die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam präsentiert eine Vielzahl von Medien rund um die Themen Leben im Zeitalter des Kommunismus, Diktaturen gestern und heute und Zukunftsutopien. Alle Bücher und Filme sind ausleihbar.
Ort: Stadt- und Landesbibliothek (SLB), 1. OG
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6. November 2017, 16.30 Uhr
Vernissage zur Ausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter"

Einführung in die Ausstelung durch Dr. Johannes Leicht – Eine Ausstellung von Gerd Koenen, herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum.
Veranstaltungsort: Bildungsforum Potsdam, Volkshochschule (VHS), Flurbereich
Der Eintritt ist frei.
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6. November bis 20. Dezember 2017
Ausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter"

Eine Ausstellung von Gerd Koenen, herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum. 2017 jährt sich die Oktoberrevolution zum 100. Mal. Aus diesem Anlass wird die Ausstellung den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegungen beschreiben. Diese waren im 20. Jahrhundert dazu angetreten, nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen grundlegend zu verändern. Ihr totalitärer Anspruch mobilisierte rund um den Globus Millionen und entwickelte sich zum Albtraum von Abermillionen, die Opfer kommunistischer Gewaltregime wurden.
Vernissage: Einführung in die Ausstellung durch Dr. Johannes Leicht am 6. November 2017 im Flurbereich der Volkshochschule (VHS)
Veranstaltungsort: Bildungsforum Potsdam, Volkshochschule (VHS), Flurbereich
Der Eintritt ist frei
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7. November 2017, 9 bis 11 Uhr und 11:30 bis 13:30 Uhr
Schülerakademie: Jeans in der DDR
„Jeans sind eine Einstellung und keine Hose!“ verkündete der „Werther“ aus Ulrich Plenzdorfs Theaterstück in den 1970er Jahren und brachte damit das jugendliche Publikum zum Grölen. Denn was er meinte, waren die „echten“, amerikanischen Jeans, die in der DDR nur schwer zu bekommen und deshalb umso begehrter waren. In den 1950er und 1960er Jahren waren Jeans in FDJ-Klubhäusern und in der Schule noch „verboten“. Beim Mauerfall 1989 waren sie das meist getragene Kleidungsstück überhaupt in der DDR. Anhand der unterschiedlichen Erfahrungen, die Zeitzeugen verschiedener Generationen mit Jeans gemacht haben, soll deutlich werden, dass DDR-Geschichte nicht statisch betrachtet werden kann. Gemeinsam wird über die besonderen zeitspezifischen Probleme und Konflikte, über deren Ursachen und mögliche Strategien Jugendlicher nachgedacht.
Referentin: Rebecca Menzel, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Veranstaltungsort: Bildungsforum Potsdam, Wissenschaftetage (WIS), Raum Volmer / Süring
Anmeldung unter: prowissen@prowissen-potsdam.de
Der Eintritt ist frei. Geeignet für Schüler der Oberstufe.
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7. November 2017, 18 bis 19 Uhr
Potsdam-Minsk: zwei Städte, zwei Restaurants und die „deutsch-sowjetische Freundschaft“

Eine Veranstaltung der VHS in Zusammenarbeit mit der der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte GmbH/Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG). Am Fuße der ehemaligen Bezirksleitung der SED auf dem Brauhausberg steht noch immer die Ruine des Ende der 1990er Jahre geschlossenen Terrassenrestaurants „Minsk“. Als es Mitte der 1970er Jahre öffnete, hatte es schon einen „Bruder“ in Minsk, - das 1971 eröffnete Restaurant „Potsdam“. Beide Städte waren aber nie eine Partnerschaft eingegangen. Warum es trotzdem die Beziehung gab, wer sie trug und warum bzw. wie es zu der Eröffnung der beiden Restaurants kam, beleuchtet dieser Vortrag von Thomas Wernicke.
Referent:
Thomas Wernicke,
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Veranstaltungsort: KUTSCHSTALL, Am Neuen Markt, 14467 Potsdam
Anmeldung unter: susanne.hermann@rathaus.potsdam.de
Der Eintritt kostet 5 Euro.
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8. November 2017, 18 bis 19:30 Uhr
Das tolenrante Sofa in der WIS. Wohon geht die Reise?

Die Erfahrung von Faschismus und Kommunismus führt nicht automatisch dazu, dass Menschen die Demokratie als die beste aller Regierungsformen erleben. Populismus, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit scheinen eine Gefährdung unserer Demokratie aufzuzeigen. Ist das tatsächlich so? Wie wollen wir weiter leben und miteinander umgehen? Auf das tolerante Sofa werden Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Vertreter der nachfolgenden jungen Generation eingeladen, um hierüber zu diskutieren.
In Zusammenarbeit mit dem Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt.
Veranstaltungsort: Bildungsforum Potsdam, Wissenschaftetage (WIS), FORSCHUNGSFENSTER
Der Eintritt ist frei.
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9. November 2017, 18 bis 19:30 Uhr
Potsdamer Köpfe spezial: Kommunistische Systeme und die Auswirkungen auf die Psyche

Die Schüsse der Aurora 1917 fanden millionenfachen Widerhall während der Revolution und im anschließenden Bürgerkrieg. Die zu Anfang teilweise auch im Westen vorhandene Begeisterung für die neue Sowjetunion wich angesichts des Terrors, der Schauprozesse und der Lager. Der Große Vaterländische Krieg und der Ost-West-Konflikt gebaren neue Mythen. Was bleibt? Wie wirken sich der Kommunismus und die Desillusionierung auf die Psyche der Menschen aus? Die beiden Referenten widmen sich den historischen und sozialwissenschaftlichen Aspekten des Themas.
Im Anschluss findet mit den Referenten eine Expertenführung im FORSCHUNGSFENSTER am Kubus Geisteswissenschaften zum Thema „Wie wollen Gesellschaften zusammen leben?“ statt.
Referenten: OTL Dr. Harald Fritz Potempa und Dr. Katrin Hentschel, beide Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
Veranstaltungsort: Bildungsforum Potsdam, Wissenschaftetage (WIS), FORSCHUNGSFENSTER
Der Eintritt kostet 5 Euro.
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16. November 2017, 9:30 bis 11:30 Uhr
Literatur trifft Wissenschaft: Mohr und die Raben von London

Katja Popow, Enkelin der Autoren Ilse und Vilmos Korn, liest aus dem Kinderbuch „Mohr und die Raben von London“. Die Geschichte spielt im London des 19. Jahrhunderts und stellt mit Hilfe zweier junger Geschwister die Armut, Kinderarbeit, sowie das Leben von Karl Marx, der hier als Mohr auftritt, dar. Begleitet wird die Lesung von Rebecca Menzel, die die Darstellung im Buch in die Lebensgeschichte von Karl Marx einordnet und gemeinsam mit Katja Popow mit den Schülern diskutiert.Referentinen: Katja Popow und Rebecca Menzel, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.
Veranstaltungsort: BIldungsforum Potsdam, Wissenschaftetage (WIS), Raum Süring/Volmer
Anmeldung unter: prowissen@prowissen-potsdam.de
Der Eintritt ist frei. Für Klasse 6 und 7.
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16. November 2017, 18 bis 19:30 Uhr
HIS-WIS: Die verbotene Stadt

Das „Militärstädtchen Nr. 7“ gehörte als Deutschlandzentrale der Militärspionageabwehr neben dem Hauptquartier des Komitees für Staatssicherheit (KGB) in Berlin-Karlshorst zu den wichtigsten Geheimdienststandorten außerhalb der Sowjetunion, an der Nahtstelle zu Westeuropa. Neueste Forschungsergebnisse geben Einblicke in die von 1945 bis 1991 dort residierende Behörde, deren Struktur, nachrichtendienstliche Aufgaben und Arbeitsweise, zeigen aber auch eine Alltagsgeschichte als Leben im Schatten der Mauer, diesseits und jenseits entlang einer Grenze, mit der sich der sowjetische Geheimdienst jahrzehntelang von der deutschen Zivilbevölkerung abschottete.
Referentin: Dr. Ines Reich, Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Veranstaltungsort: Bildungsforum Potsdam, Wissenschafteetage (WIS), Raum Süring
Anmeldung unter: susanne.hermann@rathaus.potsdam.de
Der Eintritt ist frei.
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17. November 2017, 9 bis 11 Uhr und 11:30 bis 13:30 Uhr
Schülerakademie: Die Todesopfer an der Berliner Mauer

Zwischen 1961 und 1989 starben fast 140 Menschen an den Grenzanlagen rund um West Berlin. Fast drei Jahrzehnte lang war die Berliner Mauer eine der am besten gesicherten Grenzen der Welt. Doch darf die Geschichte dieses Bauwerkes nicht ausschließlich auf sein glückliches Ende am 9. November 1989 verkürzt werden. Gemeinsam werden wir unterschiedlichen Biographien von Todesopfern in den unterschiedlichen Jahrzehnten der Berliner Mauer nachgehen und uns mit unterschiedlichen Fluchtmotiven beschäftigen. Außerdem diskutieren wir über die juristische Aufarbeitung der tödlichen Gewalt an der Berliner Mauer und die heutige Erinnerungskultur an ihre Opfer.
Referent: Dr. René Schlott, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Veranstaltungsort: Bildungsforum Potsdam, Wissenschaftsetage (WIS), Raum Süring/Volmer
Anmeldung unter: prowissen@prowissen-potsdam.de
Der Eintritt ist frei. Geeignet für Schüler der Oberstufe.
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21. November 2017, 19 bis 21 Uhr
Lesen Verstehen Diskutieren: Alexander Kühne "Düsterbusch City Lights"

Düsterbusch ist kein Ort für Helden. Nicht Preußen, nicht Sachsen, ein Kaff am Rande des Spreewalds. Anton wohnt hinter dem Mähdrescherfriedhof und träumt vom großen Leben. Bis er eine glänzende Idee hat: Sein Dorf soll Metropole werden, mit U-Bahn-Anschluss und Leuchtreklamen. Mit einer Handvoll Freunden macht er sich daran, mitten in der DDR einen Szene-Club nach Londoner Vorbild aufzuziehen. Alexander Kühne erzählt die Geschichte von einem, der bleibt und kämpft – aber nicht politisch, sondern mit den Waffen der Popkultur. Er erzählt von den großen Träumen im Kleinen und vom Scheitern einer Utopie.
In Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Autor: Alexander Kühne
Veranstaltungsort: Bildungsforum Potsdam, Erdgeschoss, Veranstaltungssaal
Der Eintritt kostet 5 Euro.
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22. November 2017, 19 bis 20:30 Uhr
Literatur trifft Kunst: Jutta Voigt aus "Stierblutjahre - die Boheme des Ostens"

Im Mittelpunkt des Buches von Jutta Voigt steht eine Boheme, die ein elementares Interesse verfolgte: das andere Leben. In den frühen DDR-Jahren mit rebellischem Elitebewusstsein und Aufbruchspathos, zunehmend kritisch und reformerisch in den Siebzigern, distanziert bis gleichgültig in den Achtzigern. Die Künstler – von Brecht bis Müller, von Hacks bis Wawerzinek, von Berlau bis Krug, von Thalbach bis Schlesinger – wollten nur eins: als Individuen existieren, unkontrolliert sie selber sein dürfen. Besonders in den zerfallenden Mietshäusern des Prenzlauer Berg in Berlin, aber auch in Leipzig, in Dresden-Loschwitz und in der Altstadt von Halle entwickelte sich eine subkulturelle Szene zwischen Distanz, Skepsis und Hedonismus. Jutta Voigt wird in diesem Meisterwerk zur Chronistin derer, die das richtige Leben suchten. Radikal, humorvoll, oft betrunken und immer leidenschaftlich.
In Kooperation mit dem Museum Barberini.
Autorin: Jutta Voigt
Veranstaltungsort: Bildungsforum Potsdam, Erdgeschoss, Veranstaltungssaal
Anmeldung unter: www.bilbliothek.potsdam.de
Der Eintritt kostet 5 Euro.
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Standort
Bildungsforum Potsdam, Am Kanal 47
14467 Potsdam
Deutschland
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