Literaturfest zum Welttag des Buches

Bibliothek
23.04.2021 - 19:00 bis 22:00
"Wortgewand(t)" - Wir feiern die Literatur!

Wir möchten die Literatur und das Lesen feiern mit interessanten Gästen, spannenden Gesprächen, Lesungen und Musik. Wir laden Sie zu Begegnungen vor Ort ein.

Freuen Sie sich auf drei Autor:innen mit ihren aktuellen Romanen!

Zu Gast sind:

Olga Grjasnowa „Der verlorene Sohn“ (Aufbau Verlag)

Die Autorin mit russischen Wurzeln gehört zu den Vertreterinnen der spannenden jungen Literaturszene, bekannt geworden mit dem Debüt-Roman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“, der sich zum Bestseller entwickelte. Olga Grjasnowa greift in ihren Büchern die Themen Entwurzelung, Migration und Leben mit mehreren Kulturen auf, so auch in ihrem aktuellen Roman „Der verlorene Sohn“. Anhand der Geschichte eines Kindes, das zwischen zwei Kulturen und zwei Religionen steht, wird der Konflikt zwischen Tschetschenien und Russland vor dem Hintergrund des Kaukasus-Krieges 1839 in eindrücklichen Bildern erzählt.

André Kubiczek „Straße der Jugend“ (Rowohlt Verlag)

André Kubiczek, der in Potsdam geboren und aufgewachsen ist, knüpft mit diesem Internats-Roman an sein erfolgreiches Buch „Skizze eines Sommers“ an. René, der Protagonist, begegnet uns hier wieder. Er wird im Spätsommer 1985 auf ein Internat in Halle an der Saale geschickt, um dort sein Abitur abzulegen. Dieses Internat bietet nur wenige Plätze für ein paar Auserwählte, an deren Schulzeit sich ein Studium in Moskau anschließen wird. Es geht hier um Themen, wie die Abwesenheit der Eltern, die Allgegenwart von Freunden und „schrecklich verliebte junge Helden“.

Thomas Hettche „Herzfaden“ (Verlag Kiepenheuer und Witsch)

Dem Autor von „Die Pfaueninsel“ ist ein großer, fantastischer Roman über ein kleines Theater, die Augsburger Puppenkiste, gelungen, das für den Deutschen Buchpreis 2020 nominiert war und auf der Bestenliste des SWR landete.
Ein zwölfjähriges Mädchen gerät nach einer Vorstellung der Augsburger Puppenkiste durch eine verborgene Tür auf einen märchenhaften Dachboden, auf dem viele Freunde warten: die Prinzessin Li Si, Kater Mikesch, Lukas, der Lokomotivführer. Vor allem aber erzählt Thomas Hettche die Geschichte der Frau, die all diese Marionetten geschnitzt hat, und deren Familie, die damit ein einmaligen Theater gegründet und berühmt gemacht hat. Es ist ein vielschichtiges Buch über die Mentalität der frühen Bundesrepublik und über das Fortwirken nationalsozialistischer Vergangenheit.

Moderation: Gesa Ufer, Literaturredakteurin bei radioeins

Mit Mitteln des Deutschen Literaturfonds im Rahmen des Programms Neustart Kultur gefördert!

Bitte beachten Sie, dass sich Programmänderungen auf Grund der aktuellen Pandemie-Situation ergeben können.

Ort: Stadt- und Landesbibliothek

Preise und Anmeldungen ab 01.03.2021